|
Springreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei dem Pferd und Reiter einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer festgelegten Reihenfolge überwinden. Bei den Hindernissen kann es sich um Steilsprünge (Rick, Mauer), Hochweitsprünge (Oxer, Doppelrick, Trippelbarre), Gräben (Wassergraben) und Wälle handeln. Hindernisse können einzeln, als Distanzen oder als Kombinationen mehrerer Einzelhindernisse auftreten.
Hindernisse
Hindernisse können z.B. der sogenannte Oxer sein, der aus einem Steilsprung mit einer in beliebigem Abstand variierbaren Stange, besteht. Es gibt ausserdem die Trippelbarre, einen einfachen Steilsprung und beim grossen Derby in Hamburg, das auf einem grossen Aussenplatz stattfindet, sogar Wälle. Diese bestehen aus einem Hügel, der mit Erde aufgeschichtet und von Rasen überwachsen ist. Es gibt auch noch Steilsprünge und Gatter. Bei Springprüfungen werden nur Fehler und Zeit gewertet. Ein Fehler ist z.B. das Herunterwerfen einer Stange durch das Pferd (4 Fehlerpunkte), das Verweigern bzw. Stehenbleiben vor einem Hindernis (auf nationalen Turnieren 3 Fehlerpunkte, auf internationalen Turnieren 4 Punkte). Auch die Überschreitung der Höchstzeit ist mit Fehlerpunkten zu bewerten. Bei Stilspringprüfungen wird jedoch das harmonische Überwinden der Hindernisse des Reiters bewertet. Hierzu gibt es eine Richtskala von 0-10, die ihrerseits in 1er Schritte unterteilt wird; d.h. es gibt Noten von z. B. 6,0;6,1;6,2;6,3;..;6,9;7,0... Diese Notenskala gilt natürlich auch für den Dressursport und den Fahrsport. Ausführliche Daten über Turniere und Reitern können unter Springreiten gefunden werden.
Die Abmessungen der Hindernisse betragen normalerweise bis zu 1,60 m in der Höhe und 2 m in der Tiefe. Wassergräben dürfen maximal 4,50 m weit sein. In Einzelfällen können diese Abmessungen deutlich überschritten werden (Derby, Mächtigkeitspringen).
Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie - Springreiten
|