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Augen auf beim Hundekauf!

Woran erkenne ich einen seriösen Züchter oder eine seriöse Züchterin?

Bevor Sie sich einen Hund anschaffen, sollten Sie mehrere Züchter besuchen und Vergleiche anstellen. Sie werden grosse Unterschiede feststellen!

Einen seriösen Züchter erkennen Sie vor allem an den Aufzuchtbedingungen der Welpen, an der Transparenz bezüglich Haltung und Herkunft der Hunde, an der kompetenten Beratung und an einer über den Kauf hinausgehenden Nachbetreuung der Käufer.

Aufzuchtbedingungen

Ein verantwortungsbewusster Züchter verkauft nur Welpen aus eigenen Würfen und gibt sie erst im Alter von 10-12 Wochen ab. Er lässt allen seinen Tieren reichlich menschliche Zuwendung zukommen. Hunde von guten Züchtern haben genug Auslauf im Freien, Kontakt zu Artgenossen und zu verschiedenen Menschen. Sie werden tagsüber nie über mehrere Stunden unbeaufsichtigt allein gelassen. Die Zuchtstätte befindet sich in der Züchterwohnung oder unmittelbar daneben (aber nicht im Keller oder in der Garage); auch eine ausschliessliche Zwingerhaltung ist nicht artgerecht.

Ein seriöser Züchter betreibt keine «Massenproduktion»: Mit maximal zwei bis drei Zuchthündinnen kann er alle Tiere individuell betreuen. Von «Massenvermehrern», die permanent Welpen oder mehr als zwei Hunderassen im Angebot haben, sollte man die Finger lassen.

Transparenz

Ein guter Züchter sorgt für Transparenz und verheimlicht Ihnen nichts. Er wird Ihnen die Mutterhündin und die Zuchtstätte zeigen, Ihnen etwas über die Eigenschaften des Vaters erzählen und Ihnen Referenzen von zufriedenen Käufern angeben können. Vom Zustand und Verhalten der Mutterhündin können Sie wichtige Rückschlüsse auf die voraussichtliche Entwicklung der Welpen ziehen; auf sie sollten Sie deshalb Ihr besonderes Augenmerk richten: Wie verhält sich die Hündin gegenüber ihren Welpen und anderen Artgenossen, gegenüber dem Züchter und gegenüber fremden Personen?

Nur wenn alle Ihre Fragen umfassend und sachlich beantwortet werden, ist der Züchter vertrauenswürdig. Von einem solchen Züchter werden Sie auch über allfällige Mängel oder gesundheitliche Probleme seiner Rasse oder eines bestimmten Hundes informiert.

Ein gewissenhafter Züchter wird sich seinerseits versichern wollen, dass seine Schützlinge in gute Hände kommen und Ihnen entsprechende Fragen stellen.

Beratung und Nachbetreuung

Von einem guten Züchter dürfen Sie erwarten, dass er Sie zu allen Fragen bezüglich Hundehaltung, Fütterung, Pflege, Gesundheitsvorsorge und Erziehung kompetent berät und Ihnen auch ein Merkblatt (Futter- und Pflegeplan) sowie das gewohnte Futter für die ersten Tage mitgibt. Wenn Sie einen Welpen übernehmen, wird er Ihnen den Besuch von Welpenspielstunden bzw. Prägungsspieltagen empfehlen. Er kümmert sich auch nach dem Kauf noch um das Wohlergehen seines Zöglings und wird Ihnen bei kleineren und grösseren Problemen gerne zur Seite stehen.

Sollte die Eingewöhnung des Hundes aus irgendeinem Grund nicht klappen (Unverträglichkeit mit bereits vorhandenen Tieren, Allergien der Kinder etc.), wird sich der Züchter bereit erklären, den Hund zumindest innerhalb der ersten Woche zurückzunehmen. Der verantwortungsbewusste Züchter kümmert sich auch später noch um eine Neuplazierung, wenn der Hund etwa wegen Umzugs, Krankheit oder familiären Veränderungen weggegeben werden muss.

Quelle:
Schweizer Tierschutz STS - Augen auf beim Hundekauf!

 

Illegaler Welpenhandel - das schmutzige Geschäft mit der „Ware“ Tier

Der illegale Handel mit Hundewelpen blüht: In Osteuropa werden junge Hunde im grossen Stil und unter nicht artgerechter Haltung "produziert" und an ahnungslose Touristen zu billigen Preisen verkauft. Andere Welpen werden ins Ausland transportiert und über Händler, Internet und Inserate verkauft. Auch in der Schweiz...

Hundeelend

In Osteuropa werden Hunde regelrecht "produziert" - und das im grossen Stil. In Massenzuchtanlagen werden Welpen unter nicht artgerechten und tierschutzwidrigen Umständen in eine dunkle und schmutzige Welt von Hinterhöfen und Lagerhallen geboren. Hier zählt nicht das Wohl des Tieres, sondern allein der Profit. Bereits nach viel zu kurzer Zeit werden die Jungtiere von ihren Müttern getrennt und wachsen ohne soziale Kontakte und ohne Zuneigung auf. Weder von Menschen, noch von ihrer Mutter. Diese hat, für die kontinuierliche „Produktion“ missbraucht, ohnehin nicht die Kraft , sich um ihren Nachwuchs zu kümmern.

Eine solch isolierte Haltung der Welpen bleibt nicht ohne Folgen: Die Prägung und Sozialisierung zwischen der vierten und 16. Woche stellen die wichtigsten Entwicklungs- und Lernphasen im Leben eines Hundes dar. Misshaltung in dieser Zeit kann zu Störungen und Problemen führen. Nicht selten wachsen solche Tiere später zu kranken, gestörten oder aggressiven Hunden heran. Viele dieser Tiere werden von ihren überforderten Besitzern über kurz oder lang ins Tierheim abgeschoben.

Eingepfercht zum Kunden

Wenige Wochen nach ihrer Geburt werden die Tiere bereits in den Verkauf gebracht. In Kisten, Katzentransportboxen oder einfach in Tragtaschen werden die Welpen über Hunderte von Kilometern zu Hundemärkten, Hundehandlungen oder zu anderen Verkaufsplätzen im In- und Ausland transportiert. Insbesondere Belgien und die Niederlande gelten als wichtige Drehscheiben - von hier werden viele der jungen Hunde weiter "verfrachtet". Ohne Nahrung und Wasser, eingeengt, ohne Licht und ausreichende Luftzufuhr stehen die Kleinen während der Reise grosse Ängste durch.

An ihrem Bestimmungsort angekommen, werden sie von Händlern schliesslich völlig geschwächt den potentiellen Käufern vorgeführt. Bei diesen Händlern handelt es sich nur selten um die eigentlichen Züchter, sondern um Verkäufer, die die Welpen per Inserat, im Internet oder auf der Strasse anbieten.

Ein böses Erwachen

Und die Mitleid erregenden Blicke der süssen Welpen verfehlen ihre Wirkung nicht: Oft entscheidet sich der Kunde viel zu schnell und unüberlegt zum Kauf. Dabei ahnt er nicht, dass die Tiere weder ausreichend geimpft, noch gechipt oder auch nur entwurmt sind. Darüber hinaus sind die Papiere häufig gefälscht und die Herkunftsangaben entsprechen nicht der Wahrheit. Nicht selten folgt das böse Erwachen schon kurze Zeit später. Für viele betrogene Hundekäufer stellt dann der Gang zum Tierarzt die letzte Hoffnung dar. Doch wenn dieser beim Hund die Krankheit feststellt, ist es meist schon zu spät. Trotz erheblicher Behandlungskosten sterben schliesslich viele dieser armen Tiere oder müssen vom Tierarzt eingeschläfert werden.

Downloads

Film zum Thema Welpenhandel

Das wichtigste in Kürze

Quelle:
Vier Pfoten - Die Hundemafia – das schmutzige Geschäft mit der „Ware“ Tier

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Wie erkennt man ob es sich um einen seriösen Züchter handelt?

 

Hundekauf - Warnung einer erfahrenen Tierärztin

Leider fällt mir auf, dass gerade in letzter Zeit immer öfter osteuropäische Hundehändler ihre "Ware" in dieser Website anbieten. Es sollte doch möglich sein, dass über diese Seite möglichst keine Welpen verkauft werden, die in irgendwelchen Hinterhöfen von "Gebärmaschinen" produziert werden, mit 4,5 Wochen von der Mutter getrennt und in die Schweiz verfrachtet werden, wo sie als geimpft, entwurmt und mit Papieren verkauft werden und nicht selten kurze Zeit später an typischen Hundekrankheiten erkranken und oft auch sterben, weil sie nie geimpft wurden und sämtliche Papiere gefälscht sind!

Ich bin Tierärztin und hatte bereits einige Male völlig verzweifelte Welpenbesitzer bei mir in der Praxis, die zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis ihren Wunschhund im Internet gefunden und gekauft hatten und ihren 6,7 oder 8 Wochen alten Welpen (Hundewelpen sollten frühestens mit 8 Wochen von der Mutter getrennt werden!) kurze Zeit später schwer krank einschläfern lassen mussten.

Jene Tiere, die überleben oder nicht erkranken, sind in den meisten Fällen psychisch und physisch gestört und entwickeln oft schwerste Verhaltensstörungen, weil sie eben schon so extrem früh von der Mutter weg genommen worden sind.

Abgesehen davon, dass in unserer Gesellschaft schlecht sozialisierte, aggressive oder sonst wie verhaltensauffällige Hunde überhaupt nicht mehr toleriert werden (Oberglatt) hat auch das Tier selbst für den Rest seines Lebens Stress und wird vermutlich hin und her geschoben, weil kaum einer mit einem solchen Hund umgehen kann. Schlussendlich landet er bei uns auf dem Behandlungstisch, wo er als untherapierbar getötet werden soll...

Ich bitte Tier-Inserate dringend, sich diesem Problem anzunehmen! Denn wo keine Nachfrage ist, wird auch keine Ware produziert und wir hätten endlich weniger todkranke Welpen mit gefälschten Papieren und verzweifelte und trauernde Welpenkäufer, die ihr angebliches Schnäppchen für tausende Franken behandeln oder einschläfern lassen müssen!

 

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Art
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Datum
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